
Über die Künstlerin
Zoe Klinks Werke zeichnen sich durch ein umfangreiches Repertoire für sie charakteristischer visueller Sprachen in dem Medium ihrer Wahl aus: der Acrylfarbe. Klinks Kompositionen sind eine malerische Homage an die Alltags-Photographie. Klink lädt die Betrachter ihrer Bilder ein, aus der ursprünglichen Perspektive des Photographen ganz intime familiäre Szenerien, private Momente des freundschaftlichen Miteinanders oder Entdeckungen auf lang vergessenen Reisen zu erleben. Ihre Motive findet Klink am liebsten in Stapeln alter Fotos. Vergessene Fotografien, die sich schon lange nicht mehr im Eigentum ihrer ursprünglichen Besitzer befinden, erhalten in ihren Händen neue Bedeutung und verlassen ihr photorealistisches Dasein.
Mit ihren Werken mäandert Klink auf dem schmalen Grad zwischen dem, was war und dem, was hätte sein können. Ihre Arbeiten kombinieren den Realismus der gefundenen Fotos mit der kreativen Interpretation durch die Künstlerin. Klink greift wie eine Marionettenspielerin in die Szenerien ein: Charaktere werden verschoben, vergrößert, verkleinert, ihrer Umgebung entnommen und völlig neu kontextualisiert. So treffen eigentlich fremde Elemente aufeinander und bilden neue, in der Gegenwart verwurzelte Narrative. Gleichzeitig geben die aus ursprünglichen Fotos stammenden Details des Werkes Einblicke in weit entfernte Länder und Zeitlinien des Originals und verleihen Klinks Werken eine nostalgische Anmutung.
Im hohen Kontrast zum Schwarz und Weiß der referenzierten Fotos stehen die von Klink verwendeten Farben, deren Vielfalt und Strahlkraft sich aus Klinks Wahrnehmung ihrer Umwelt speisen. In Kombination mit dem für ihre Arbeit typischen starken Kontrast zwischen Formen und Strichen, Flächen und Linien sowie Planung und Spontanität entsteht ihre eigene, leicht wiederzuerkennende Sprache.
Bereits in früheren Bildern der Künstlerin finden sich wiederkehrende Elemente sowie Text, liquide Tropfen oder größere Farb-Lachen. Typisch für diese früheren Werke der Künstlerin waren zudem transparente Pinselstriche. Aktuelle Arbeiten kennzeichnet ein neuer Umgang mit Acryl, der die Grenzen des gewählten Mediums verschiebt und auch die Rückbeziehung auf die Fotografie als Startpunkt des Werkes verstärkt. So ist die Integration körniger Farbflächen eine Anspielung an die niedrige Bildauflösung alter Kameras. Ein dicker Farbauftrag und erhabenen Texturen sind nicht nur Teil der momentanen Arbeitsweise der Künstlerin, sondern Kennzeichnen ihre Wertschätzung des Mediums und Handwerks Malerei sowie ihrer Bewunderung der unvergänglichen Kunstwerke alter Meister.
Ausbildung
2021 - 2024
BA (Hons) Fine Art - City and Guilds of London Art School, London
2020-2021
Foundation Diploma in Art and Design - Camberwell, Chelsea and Wimbledon College, University of the Arts London, London
Auszeichnungen / Presse
2025
Interview mit Online und Print-Magazin COSY
One artist show, art karlsruhe, Karlsruhe
Gewinnerin des ARTIMA Förderpreises
2023
Gewinnerin des David Ballardie Memorial Travel Award
Gruppen-Ausstellung “From The Studio” at Symes Mews Camden NW1 7RB, London
Live Malerei bei der International Supercomputing Messe Hamburg, beauftragt vom Fraunhofer Institut
Stipendiatin der Barbara und Dr. Hans-Werner Dildei Kunst und Kulturstiftung 2023 - 2025
Interview mit ARTIMA Kunstversicherung Mannheim
2022
Eine von 6 shortlisted Künstlern für das “Painter Stainers” Stipendium der “Worshipful
Company of Painter & Stainers London”
Gruppen-Ausstellung “Impressions” in “The Ugly Duck” SE1 3PL London
2021
Gruppen-Ausstellung Peckham SE5 8LU London
2020
Schüler-Stipendiatin an der Hurtwood House School, England